FAQs
Warum Streik?
Streik als stärkste Form des Protests, als Haltung, als Statement, als Symbol. Eine unmissverständliche Intervention, eine bewusste Verweigerung, ein Bruch mit der Normalität und mit dem Versprechen eines reibungslos funktionierenden Systems. Das Wort signalisiert: STOP! Wir sind nicht verfügbar. Sie können nicht mit uns rechnen. Wir übernehmen keine Verantwortung, und wir wissen, was ein weltweites ENOUGH! BASTA! bedeuten könnte – auch wirtschaftlich. Wir meinen es ernst. Verlassen Sie sich nicht auf mich. Verlassen Sie sich nicht auf uns! ENOUGH! vereint verschiedene Ansätze, die in unzähligen öffentlichen Räumen funktionieren und die Vielfalt der STREIK-Idee zum Ausdruck bringen; sie variieren:
1 Minute → 10 Minuten → 1 Stunde → ein halber Tag → ein ganzer Tag in einem öffentlichen Raum, um dein eigenes GENUG! zu zeigen. All dies kann sich zu einer Machtdemonstration verdichten. Ja, das kann passieren. Wir träumen davon, dass Minuten und Stunden der Aktion im Rhythmus der Sonne verlaufen und dass GENUG! eine globale Welle der Verweigerung auslöst, ein Signal der Einheit jenseits des Wirtschaftlichen. STREIK ist kollektive Selbstermächtigung. Der FRAUEN*GENERALSTREIK* bietet einen subversiven Raum für eine Vielzahl von Protesten und Aktionen – sogar für diejenigen, die für ein öffentliches ENOUGH! کافی! KÂFI! eine Gefängnisstrafe riskieren würden, oder für diejenigen, die einfach nicht streiken können oder dürfen.
Du kannst nicht streiken, oder hast Angst davor?
Da empfehlen wir die elegante »isländische Lösung.« Die Frauen, die den Begriff STREIK schwierig fanden, haben dazu aufgerufen „einen Tag frei zu nehmen“:
»Ich nehme am 09.03.2026 frei«
Warum kein feministischer Streik?
Weil es um Frauen* geht. Um weibliche, aber auch queere Menschen, die Unterdrückung, Gewalt, Diskriminierung erfahren aufgrund ihres Geschlechts – das in vielen Regionen der Erde zu einem Schicksal wird. Ganz unabhängig davon, ob sie feministisch fühlen und denken: eine Textilarbeiterin wird nicht schlechter bezahlt als ihr männlicher Kollege, weil sie politisch denkt, sondern weil sie eine Frau ist. Eine Geburt wie eine Abtreibung, ein Gang über die Straße am Abend können lebensgefährlich sein, weil die anderen über die Gefahr bestimmen und nicht das eigene Bewusstsein. Ein sich Zeigen ohne Kopftuch kann zum Tode führen, ganz unabhängig davon, was in diesem Kopf vor sich geht.
Solidarität soll keine Hürden schaffen, sondern sie abtragen. ENOUGH! sucht DAS GRÖSSTE GEMEINSAME VIELFÄLTIGE, um die Kräfte gegen Diskriminierung nicht zu zersplittern, sondern zu bündeln. Mit allen, für die es GENUG! ist.
Wie soll das in so kurzer Zeit gehen?
Ob die Zeit reif ist, weiß man nicht – es passiert. Weil eine Frau wie Rosa Parker 1955 im Bus sitzen blieb und ihren Platz nicht für einen Weißen räumte, begann der bis dahin größte Protest gegen Rassismus in den USA. Weil Tarana Burke 2006 „Me Too“ sagte, ging eine Bewegung gegen sexuelle Gewalt tatsächlich um die Welt. Weil Greta Thunberg 2018 nicht zur Schule ging, entstand „Fridays for Future“. Das Gelingen kann man nicht planen. Aber indem man nichts tut, nimmt man in Kauf, dass auch nichts geschieht.
Nur in Deutschland oder auch international?
Beides. Sowohl als auch. Einerseits und andererseits. ABBASTANZA! GENUG! funktioniert für alle und hat zugleich unzählige Bedeutungen. Die Diskriminierung hat so viele Gesichter, wie es Gesellschaften und Menschen gibt. Jede Gruppe, jede Region, jedes Land organisiert sich, wie es passt. Wir lernen voneinander, wir streiken und feiern und unterstützen uns so vielfältig wie möglich, ohne Hierarchie. Die Verbindungselemente heißen Solidarität, Resonanz, Inspiration. Und das gemeinsame Ziel: ein besseres Leben für alle, die GENUG! vom schlechten haben.
Warum FRAUEN* und MÄNNER*?
Der Stern (*) hinter FRAUEN und MÄNNER verweist auf die Vielfalt der Geschlechter und soll helfen, die Konstruktion von zwei Geschlechtern bzw. Geschlechterrollen zu überwinden – eines der Themen von GENUG!
Der Stern will Vielfalt sichtbar machen und all diejenigen ansprechen, die sich mit den verschiedenen Ausdrucksformen des Patriarchats nicht identifizieren.
Wie kann ich die Website in meine Sprache bringen ?
Der kurze Videoclip zeigt, wie die Sprache der Website geändert werden kann: Einfach auf das Google-Translate-Symbol im Browser klicken (Mobiltelefon oben links , Laptop, PC oben rechts) und deine Lieblingssprache wählen.